Bronze für RWH auf den Deutschen-Meisterschaften
Bei Temperaturen, die an der 40°C Marke kratzten, ging es für 5 Leistungssportler vom RWH, leider nicht zur Erfrischung ins Wasser, sondern aufs Wasser. Bei knallender Sonne und gleißendem Wasser, hieß es für alle Sportler auf den DJM Top-Leistungen abzurufen und gleichzeitig die eigene Gesundheit im Blick zu halten.
„Es waren schon echt mörderische Temperaturen. Die Sportler mussten nicht nur mit den hohen Temperaturen klarkommen, sondern auch mit ständigen Planänderungen vonseiten der Regattaleitung, wodurch doppelt startende Athleten zwischen ihren Rennen nur wenig Zeitabstand hatten“, so Vereinstrainer Werner Nowak.
Unser U23 Riemer David Kalle startete bei den Deutschen Meisterschaften im Vierer ohne Steuermann und im Achter. In beiden Bootsklassen qualifizierte er sich direkt für das A-Finale.
Im A-Finale der Vierer ohne Steuermann belegte er dann in der Mittagshitze Platz 3. Bronze für den RWH!
„Über die Medaille habe ich mich sehr gefreut! Für mich bedeutet sie tatsächlich auch noch mehr, als die Silber-Medaille im Vierer mit Steuermann aus dem letzten Jahr, da es sich diesmal um eine Medaille in einer olympischen Disziplin handelt und es starke Gegenmeldungen gab, von denen wir mehrere Boote hinter uns lassen konnten.“, so Kalle, der als 2004er-Jahrgang zwar zu dem Altjahrgang der U23 zählt, seine Ruderkollegen aus dem Vierer aber alle frisch in den U23 Bereich aufgestiegen sind, womit sie die jüngste Crew in dem Feld waren. Mit diesem Ergebnis ließen sie auch mehrere Boote, die mit zur WM nominierten Sportlern besetzt waren, hinter sich.
Nur 100 Minuten nach seinem Start im Vierer ging es für Kalle erneut aufs Wasser. Im Achter verpasste er knapp den Bronze Rang. „Das war ärgerlich. Leider war aber mehr auch nicht drin“, so Kalle.
Für Kalle heißt es jetzt auf eine Nominierung für die EM Anfang September zu hoffen. „Für den WM-Kader hat es leider knapp nicht gereicht.“, so Kalle.
Barne Hecht, für den es mit seinem Zweierpartner von Hansa Dortmund sein erstes A-Junioren Jahr ist, belegte in seinem Vorlauf den 4. Rang und qualifizierte sich für das Halbfinale. Dort belegten sie Platz 5 und gelangten in das B-Finale. Das B-Finale, das am Sonntag stattfinden sollte, wurde jedoch wegen der hohen Temperaturen abgesagt.
Hecht startete zudem im Achter. In seinem Vorlauf belegte er Rang 2. Im Finale verpasste er das Treppchen um nur 9 Millisekunden und musste sich somit mit dem 4. Platz zufriedengeben.
Auch wenn es für Hecht, der im vergangenen Jahr bei den B-Junioren deutscher Vizemeister im Zweier ohne Steuermann wurde, diesmal nicht für eine Medaille gereicht hat, lassen die Ergebnisse des noch Jungjahrgangs bei den A-Junioren auf Top-Platzierungen im nächsten Jahr hoffen. „Im A-Junioren-Bereich macht es von der physischen Entwicklung her einen großen Unterschied, ob man Jung- oder Altjahrgang ist. Diejenigen, die in ihrem letzten A-Juniorenjahr sind, teilen meist die Medaillen unter sich auf. Die Platzierungen, die Barne auf den DJM erreicht hat (B-Finale und 4. Platz im A-Finale), sind für einen Jungjahrgang also schon extrem stark.“, so sein Vereinskollege Kalle, der sich noch gut an seine Juniorenzeit erinnern kann.
Barne und sein Zweierpartner wurden zur Mannschaftsbildung für die WM eingeladen. Jetzt heißt es für Beide: Auf einen der begehrten Rollsitzplätze hoffen!
Felix Waltenberg startete im Leichtgewichts-Männer-Einer der U19. Im Vorlauf belegte er mit einem Start-Ziel-Sieg den 1. Platz und zog somit in das Halbfinale ein. Dort belegte er Platz 3 und qualifizierte sich für das A-Finale, in welchem er Platz 6 belegte.
Felix startete zudem mit seinem Vereinskollegen Ludwig Großpietsch im Skull Vierer der U19 in einer Kombination mit dem RV Bochum und Hansa Dortmund. Dort qualifizierten sie sich mit Platz 3 für das Halbfinale. Im Halbfinale erreichten sie Platz 6 und zogen somit ins B-Finale ein. „Unser Ziel war das A-Finale, aber wir hatten spontan mit Krankheitsausfällen in der Mannschaft zu kämpfen. Zudem hatte Felix 80 Minuten vorher noch sein Einer-Rennen, was auch nicht optimal war und eigentlich gegen die 2 Stunden Rennabstandregel verstößt. Diese wurde aber nicht beachtet aufgrund der unzähligen Zeitplanänderungen.“, so der Vereinstrainer. Das B-Finale wurde aufgrund der hohen Temperaturen schließlich abgesagt.
Tom Zeller, der in seinem ersten U23 Jahr ist, konnte sich zusammen mit seinem Zweierpartner aus Rauxel in seinem Vorlauf leider nicht für das Halbfinale im Doppel-Zweier qualifizieren.
„Alle Sportler haben unter den gegebenen Umständen ihr Bestes gegeben. Jetzt hoffen wir auf eine U19-WM-Teilnahme von Barne und eine U23-EM-Teilnahme von David.“, so Vereinstrainer Werner Nowak.
Copyright: meinruderbild
Copyright: meinruderbild