Historischer Erfolg für den RC Herdecke bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2025
Vier Medaillen für ein siebenköpfiges Team – Rekordausbeute bei über 30 Grad Hitze
Der Ruderclub „Westfalen“ Herdecke 1929 e.V. hat bei den diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln einen historischen Meilenstein erreicht. Mit nur sieben startenden Athletinnen und Athleten holte der kleine Verein aus Herdecke erstmals in seiner Vereinsgeschichte vier Medaillen bei nationalen Titelkämpfen. Die Regatta fand unter erschwerten Bedingungen statt: Bei Temperaturen von teils über 30 Grad Celsius verlangten die Rennen den Sportlerinnen und Sportlern alles ab.
Für Moritz Küpper begann das Meisterschaftswochenende zunächst ernüchternd. Im Männer-Doppelzweier der Altersklasse B (U23) verpasste er mit Platz fünf im Hoffnungslauf den Einzug ins Halbfinale. Doch er ließ sich davon nicht entmutigen: Im Männer-Doppelvierers der gleichen Altersklasse steigerte er sich im Laufe der Regatta enorm. Im A-Finale gelang dem Quartett ein souveräner Sieg – und damit Gold für Küpper und seine Teamkollegen.
David Kalle startete in zwei Bootsklassen. Im Vierer mit Steuermann der Männer, ebenfalls Altersklasse B (U23). Im Finale lieferten sie ein packendes Rennen, bei welchem sie durch einen starken Endspurt mit der Silbermedaille belohnen konnten. Auch im Männer-Achter der gleichen Altersklasse war Kalle vertreten – hier belegte das Boot Rang fünf im Gesamtranking.
Ebenfalls mit einer Silbermedaille wurde Barne Hecht ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Partner ruderte er im Junioren-Zweier ohne Steuermann (Altersklasse B, U17) ein beeindruckendes Rennen. Im Junioren-Achter belegte Hecht später zudem Platz fünf.
Eine starke Leistung zeigte auch Felix Waltenberg, der gleich in mehreren Booten im Einsatz war. Im Leichtgewichts-Männerachter der Altersklasse B (U23) gewann er mit seinem Team die Bronzemedaille. Besonders bemerkenswert war sein spontaner Einsatz am Sonntag im Finale des Leichtgewichts-Juniorenachters: Trotz der kurzfristigen Umbesetzung belegte die Mannschaft einen respektablen vierten Platz. Waltenberg war außerdem im Hoffnungslauf des Leichtgewichts-Einers der Junioren A im Einsatz, wo er auf Platz drei ausschied.
Tom Zeller schied im Junioren-Doppelzweier der Altersklasse A im Hoffnungslauf mit Platz drei aus. Im Junioren-Doppelvierer erreichte er mit seiner Mannschaft das B-Finale und belegte dort den dritten Platz – was in der Gesamtwertung Platz neun bedeutete.
Lucie Prähler startete im Frauen-Einer der Altersklasse B. Auch sie verpasste mit Platz fünf im Hoffnungslauf den Einzug in die nächste Runde. Gleiches galt für Ludwig Großpietsch, der im Leichtgewichts-Junioren-Einer der Altersklasse A antrat und im Hoffnungslauf auf Platz fünf ausschied.
Ein großer Erfolg für einen kleinen Verein
„Vier Medaillen mit nur sieben Aktiven – das ist ein historischer Erfolg für unseren Verein“, betont der Sport-Vorstand des Ruderclubs. „Unsere Athletinnen und Athleten haben unter extremer Hitze, hoher Konkurrenz und körperlicher Belastung ihr Bestes gegeben. Dass dabei eine Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille herauskommen, macht uns unglaublich stolz.“, unterstreicht Trainerin Lena Laska.
Der RC „Westfalen“ Herdecke zählt mit unter 300 Mitgliedern zu den kleinen Rudervereinen in Nordrhein-Westfalen. Die Erfolge in Köln unterstreichen die Qualität der Nachwuchsarbeit und die enorme Leistungsbereitschaft der jungen Sportlerinnen und Sportler – ein Beweis dafür, dass auch kleinere Clubs im Leistungssport ganz vorne mitrudern können.